Das war Köln

Anderswo hebt Kölschkonsum die Stimme. Nicht so im „Kölschgeflüster“, wo hungrige Gäste mit Riesen-Currywürsten namens „Hansa XL“ ruhig gestellt werden. Eine angemessene Verpflegung ist die halbe Miete für eine gelungene FEUERTAUFE. So dachten die Tischfußball-Legenden Thierry Müller und Oktay Mann und machten mit ihrer FIREBALL KICKERTOUR im Kölner Stadtteil Nippes Station.

Genau 62 Kickerfreunde plus Fananhang suchten die Herausforderung und traten in einem der beiden Wettbewerbe an. Beim Fair-4-All konnten sich Hobbyspieler neben Kickerprofis versuchen und mit etwas Losglück bis in die Hauptrunde der letzten 32 kommen. Beim Offenen Doppel wollten es die eingefleischten Turnier- und Ligaspieler wissen. Hier stellten sich auch Thierry und Oktay der Konkurrenz.

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Sieben ihrer Fireball-Tische brachten die beiden Weltmeister von 2006 aus dem Schwäbischen mit an den Rhein. Ein Riesenaufwand, der sich auszahlte. An die zwölf Stunden währte die Veranstaltung, und noch nach Mitternacht waren einige der Kicker-Junkies, die unter anderem aus Dortmund, Siegen oder Gießen angereist waren, kaum von den Tischen wegzubekommen.

„Ein erfolgreicher und schöner Kickertag unter Gleichgesinnten“, resümierte Ralf „Rechtsreißer“ Hildebrandt im Forum von Tischfußball-Online. Und Kollege Patritsch ergänzte an gleicher Stelle: „Das war doch mal geile Kicker-Action in Köln!“

Kritik gab es auch, aber sie blieb konstruktiv: „Mich hat das Fair-4-All-Prinzip angelockt“, schrieb Dieter Bölter ins Kontaktformular auf feuertaufe.com. „Dieses konnte letztlich aber nicht ganz überzeugen.“ Besonders bemängelte er den hohen Anteil an „Profispielern“. Reine Hobbytischfußballer hätten kaum eine Chance aufs Finale gehabt.

Ein Kritikpunkt, den die Veranstalter kennen, der allerdings nicht leicht in den Griff zu bekommen ist. Schließlich liegt es in der Natur der Sache, dass der Übergang zwischen Cracks und Nobodys fließend und daher im Vorfeld kaum kontrollierbar ist.

Die Ergebnisse und Aktualisierung der Rangliste folgt demnächst. Einen großartigen Rücklick auf die Kölner FEUERTAUFE bieten die Fotos von Alex Wieschmann auf kickern.de. Einige seiner Schnappschüsse haben wir uns für unsere Bildergalerie gemopst.

Veröffentlicht in AKTUELLES, ALLGEMEIN

4 Responses

  1. Patritsch

    Die Kritik am teilweise hohen Niveau der Spieler kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wenn ich zu schlecht bin, um was zu reißen, muss ich eben mehr üben. Was ist das für eine Einstellung, wenn einer verlangt, dass alle, die besser spielen als er selbst, zuhause bleiben sollen?

    Und beim Fair4All hat man ja die Chance, mit richtig guten Leuten zusammen zu spielen. Die Chance gäbe es nicht, wenn von denen keiner kommen würde.

    Ich fand es jedenfalls schön, Marc Vogeler, Erik Dahlmann, Flo Tschirner, Michael Friedrich, Ferhat Agostinis, Hakan Sentürk und anderen Cracks auf die Finger gucken zu können. Ganz zu schweigen von Thierry und Oktay im OD. Wenn ich jemanden sehen will, der scheiße spielt, brauch ich nicht auf ein Turnier zu fahren, da kann ich mir auch zuhause nen Spiegel hinstellen.

  2. Patritsch

    Die Kritik am teilweise hohen Niveau der Spieler kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wenn ich zu schlecht bin, um was zu reißen, muss ich eben mehr üben. Was ist das für eine Einstellung, wenn einer verlangt, dass alle, die besser spielen als er selbst, zuhause bleiben sollen?

    Und beim Fair4All hat man ja die Chance, mit richtig guten Leuten zusammen zu spielen. Die Chance gäbe es nicht, wenn von denen keiner kommen würde.

    Ich fand es jedenfalls schön, Marc Vogeler, Erik Dahlmann, Flo Tschirner, Michael Friedrich, Ferhat Agostinis, Hakan Sentürk und anderen Cracks auf die Finger gucken zu können. Ganz zu schweigen von Thierry und Oktay im OD. Wenn ich jemanden sehen will, der armselig spielt, brauch ich nicht auf ein Turnier zu fahren, da kann ich mir auch zuhause nen Spiegel hinstellen.

  3. Klarstellung

    Schade, wenn gut gemeinte Kritikpunkte an die Organisatoren erst ungefragt und dann noch unvollständig hier veröffentlicht werden – kein Wunder, wenn es da zu Mißverständnissen kommt.

    Niemand hat verlangt, daß gute Spieler Zuhause bleiben sollen und es war in der Tat eine Bereicherung, auch mal mit ‘Profis’ zu spielen.

    Wenn man aber ein Turnier unter dem Motto ‘Fair für Alle’ (frei übersetzt) ausrichtet – um auch mal die Hobbykicker aus dem Keller zu aktivieren – dann sollten auch alle eine faire Chance aufs Finale haben.
    Möge man in den Ergebnislisten nachsehen, wieviele ‘Nichtprofis’ dies wirklich geschafft haben.

    Zitat auf diesen Seiten:

    “Beim Fair-4-All konnten sich Hobbyspieler neben Kickerprofis versuchen und mit etwas Losglück bis in die Hauptrunde der letzten 32 kommen” – stimmt, mit Losglück könnte es hinhauen. Nur dann überzeugt das Fair-4-All-Prinzip noch nicht so richtig, oder ?

  4. Kommentator

    Geil ich wusste gar nicht, dass Flo mit Nora Tschirner verwandt ist ;PP

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